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EKD
Inhaltsleerer Kirchensprech

Die jüngst beschlossenen Leitsätze der EKD-Synode führen nicht zur notwendigen Glaubensreform. So wird es nichts mit der evangelischen Vision von einer »aufgeschlossenen Kirche«. Ein Zwischenruf.
von Herbert Koch vom 21.11.2020
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(Zeichnung: Plassmann)
(Zeichnung: Plassmann)

Was soll dieses Papier »Kirche auf gutem Grund« mit seinen »zwölf Leitsätzen zur Zukunft einer aufgeschlossenen Kirche«? Ich lese das Papier als Theologe und ehemaliger Superintendent. Als Erstes fällt mir auf, wie häufig das Wort »Evangelium« vorkommt. Das Evangelium ist die zentrale Erkenntnisquelle der evangelischen Kirche. Was sollen also Formulierungen wie etwa: geringere kirchliche Ressourcen seien »kein Argument gegen die Wahrheit des Evangeliums«. Wie auch? Es befällt mich Misstrauen, wenn Selbstverständliches so ausdrücklich betont wird. In dem Papier ist häufig, zugleich völlig inhaltsleer, vom Evangelium die Rede. Worin es aber besteht, wird nicht gesagt.

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