EKD
Inhaltsleerer Kirchensprech
Was soll dieses Papier »Kirche auf gutem Grund« mit seinen »zwölf Leitsätzen zur Zukunft einer aufgeschlossenen Kirche«? Ich lese das Papier als Theologe und ehemaliger Superintendent. Als Erstes fällt mir auf, wie häufig das Wort »Evangelium« vorkommt. Das Evangelium ist die zentrale Erkenntnisquelle der evangelischen Kirche. Was sollen also Formulierungen wie etwa: geringere kirchliche Ressourcen seien »kein Argument gegen die Wahrheit des Evangeliums«. Wie auch? Es befällt mich Misstrauen, wenn Selbstverständliches so ausdrücklich betont wird. In dem Papier ist häufig, zugleich völlig inhaltsleer, vom Evangelium die Rede. Worin es aber besteht, wird nicht gesagt.
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Herbert Koch, geboren 1942, evangelischer Theologe, war Superintendent in Wolfsburg und ist Mitglied der Gesellschaft für eine Glaubensreform. 2019 veröffentlichte er »Was Christen nicht glauben« im Radius-Verlag. Mehr Infos: www.glaubensreform.de
