Bolsonaro hält Wort – der Regenwald brennt
Kein Zentimeter Land mehr für Indigene! Mit diesem Imperativ ist Jair Bolsonaro als Präsident Brasiliens am 1. Januar 2019 angetreten. Es waren keine leeren Worte. Bolsonaro und seine Regierung haben bereits innerhalb des ersten Amtsjahrs ihr Versprechen übererfüllt. Das belegt eindrücklich der Gewaltbericht des Cimi (Conselho Indigenista Missionário), der Fachstelle der katholischen Kirche für Indigenenfragen. 256 Fälle von Landraub, illegalem Eindringen auf indigene Territorien und unrechtmäßiger Ausbeutung von Ressourcen hat der Cimi 2019 registriert – ein Anstieg um 135 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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Stephan Neumann ist Journalist, arbeitet für das kirchliche Hilfswerk Adveniat und lebt in Essen.

