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Demografischer Wandel
Ohne Zuwanderung verödet Ostdeutschland

Gerade in den neuen Bundesländern sinkt die Zahl der Erwerbstätigen, sagt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft. Die Migration hat diesen Prozess bislang abgemildert.
vom 25.08.2026
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Abdoulle Bojang aus Gambia, Mitarbeiter der omeras GmbH, hängt Stahlbleche für die Oberflächenbehandlung an ein Transportband. In Sachsen gehen mehr Fachkräfte in den Ruhestand als junge Menschen ins Arbeitsleben starten. Deswegen braucht es nach Ansicht von Fachleuten mehr Arbeits- und Fachkräfte aus dem Ausland. Deren Anteil hat sich laut Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit seit 2013 mehr als vervierfacht von 1,8 auf 7,4 Prozent. Bundesweit liegt der Anteil allerdings etwa doppelt so hoch. Wirtschaftsminister Dulig (SPD) informiert sich am selben Tag in mehreren Unternehmen über ihre Erfahrungen mit internationalen Teams.
Abdoulle Bojang aus Gambia, Mitarbeiter der omeras GmbH, hängt Stahlbleche für die Oberflächenbehandlung an ein Transportband. In Sachsen gehen mehr Fachkräfte in den Ruhestand als junge Menschen ins Arbeitsleben starten. Deswegen braucht es nach Ansicht von Fachleuten mehr Arbeits- und Fachkräfte aus dem Ausland. Deren Anteil hat sich laut Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit seit 2013 mehr als vervierfacht von 1,8 auf 7,4 Prozent. Bundesweit liegt der Anteil allerdings etwa doppelt so hoch. Wirtschaftsminister Dulig (SPD) informiert sich am selben Tag in mehreren Unternehmen über ihre Erfahrungen mit internationalen Teams.

Ohne Zuwanderung sieht es in den ostdeutschen Flächenländern bald düster aus – zu diesem Schluss kommen Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Dann nämlich würde die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter bis 2035 um mehr als ein Achtel sinken, bis 2045 sogar um gut ein Fünftel. »Damit dürfte sich die Situation der Wirtschaft, insbesondere auch bei der Versorgung mit Dienstleistungen, kaum erhalten lassen«, schreiben die IW-Ökonomen Philipp Deschermeier und Wido Geis-Thöne. Ihren Berechnungen zufolge ist die demografische Entwicklung in Ostdeutschland bereits weit fortgeschritten. Innerhalb von zehn Jahren ist dort der Anteil der Erwerbsfähigen an der Gesamtbevölkerung von 70,9 auf 62,7 Prozent zurückgegangen. Die Zuwanderung hat diese Entwicklung dem IW zufolge abgemildert.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 16/2026 vom 28.08.2026, Seite 29
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Nach einer langen Phase der Abwanderung verzeichnen die ostdeutschen Länder seit 2012 wieder Wanderungsgewinne. Die Zahl der ausländischen Staatsbürger im erwerbsfähigen Alter stieg demnach von 265 000 im Jahr 2010 auf 765 000 Ende 2025. Ihr Anteil an der Bevölkerung zwischen 15 und 66 Jahren wuchs in dieser Zeit von 3,1 auf 9,9 Prozent.

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