Renaturierung
Die Moore werden wieder nass
Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbunds (Nabu), konnte im Jahresbericht der Organisation »große Erfolge« vermelden. Dabei verwies Krüger unter anderem auf das Gebiet Untere Havel, gelegen zwischen Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Seit 20 Jahren arbeite man daran, dort ein stabiles Flussökosystem aufzubauen, erklärte Krüger. Nun lebten in dem Gebiet wieder seltene Vögel, Pflanzen und Insekten. Zugleich fungiere die wiederhergestellte Aue als Wasserspeicher und federe damit die Dürrezeiten ab.
Krüger hob zudem die Entwicklung des Ahlen-Falkenberger Moors in Niedersachsen hervor. Es sei gelungen, das Gebiet zu neuem Leben zu erwecken. »Die Wiedervernässung macht das Moor zu einem wichtigen Verbündeten für den Klimaschutz, denn intakte Moore binden riesige Mengen an Kohlenstoff«, so Krüger. »Ich freue mich, dass immer mehr Unternehmen in unseren Nabu-Klimafonds investieren und so Moorrenaturierungen möglich machen.« Sorgen bereite ihm dagegen der Widerstand gegen das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. »Dabei verfolgt die Wiederherstellungsverordnung ein Anliegen, das allen zugutekommt – der Natur wie den Menschen, denn sie sichert unsere natürlichen Lebensgrundlagen«, so Krüger. Die vergangenen Wochen hätten uns wieder sehr deutlich gezeigt, »wie anfällig unsere Ökosysteme inzwischen sind«.

