Moonrise Kingdom
Als ich den Kinotitel »Moonrise Kingdom« las, klang dieser für mich nach einem weiteren Fantasy-Film oder nach etwas »Historischem«. Als ich dennoch ins Kino ging – ohne irgendwelche Vorahnungen –, überraschte mich dieses Filmkunstwerk von vorne bis hinten: Wir schreiben das Jahr 1965. Irgendwann im Spätsommer auf der kleinen Insel Penzance vor der Küste Neuenglands. Khaki-Scout (Pfadfinder) Sam Shakusky ist über Nacht aus seinem Sommer-Pfadfinderlager Camp Vanhoe entflohen. Seine Kameraden mit ihrem Scoutmaster Ward (Edward Norton) machen sich auf die Suche. Auf mysteriöse Weise ist an diesem gleichen Morgen auch die zwölfjährige Suzy unauffindbar. Was niemand außer den beiden Entflohenen weiß: Sam und Suzy sind bis über beide Ohren ineinander verliebt – das erste Mal in ihrem Leben. Sie verbindet, nach einer kurzen ersten Begegnung, eine tiefe Brieffreundschaft und der gemeinsame Plan, in jener Nacht auszureißen, um glücklich zu leben bis in alle Zeit – wie ihre Briefe bezeugen:
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