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Chaos im Kopf

Wie ich versuchte, die Welt zu verlassen, um allein zu sein
von Verena Neumann vom 24.08.2012
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Ich schließe die Türe von unserem Flur. Vier Stockwerke hat das Haus. Wir wohnen im zweiten. Auf dem Weg nach unten begegne ich des Öfteren meiner Nachbarin, einer älteren Dame, die schon seit einigen Jahren in Rente ist. Seitdem begegne ich ihr sowieso noch viel öfter; und eben grade auch wieder. Eigentlich geht es immer um mein Leben in unseren kurzen Gesprächen, von ihr weiß ich sehr wenig. Wie dem auch sei, nun bin ich die paar Treppenstufen von ihrer Wohnung nach ganz unten zur Haustür gegangen, habe die Tür geöffnet und geschlossen und damit auch diesen kurzen Plausch mit meiner Nachbarin hinter mir gelassen. Aber allein bin ich jetzt noch lange nicht. Vor mir liegt eine Straße. Dort sind Millionen von Menschen in Autos. Ja, diese Menschen sind mir ferner als eben meine Nachbarin, denn zwischen ihnen und mir liegt eine Glasscheibe und Metall von ihren Autos. Ferner sind sie mir … oder doch nicht?

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