Jörg Zink über Ökumene
»Die Aufgaben, die die Kirche heute antrifft, sind deutlich. Die erste: Sie hat das Zeitalter der Kriege zu beenden. Sie hat den Sinn und die Kraft der Gewaltlosigkeit und einer Ära des friedlichen gemeinsamen Lebens der Menschheit auf diesem Erdball aufzuzeigen. Anders gibt es für die Menschheit kein Überleben. Die zweite: Sie hat das Zeitalter des sozialen Unrechts zu beenden und der Gerechtigkeit zwischen den Großen und den Kleinen, den Reichen und den Armen, den Mächtigen und den Machtlosen zum Durchbruch zu verhelfen. Anders gibt es keinen Frieden. Die dritte: Sie hat das Zeitalter der Ausbeutung und des Verbrauchs der Kräfte der Erde zu beenden und zu einem behutsamen Umgang mit der Schöpfung zu mahnen. Anders gibt es keinen Fortbestand der Biosphäre, wie wir sie kennen. Damit aber diese großen Aufträge erfüllt werden können, hat sie das Zeitalter der Konfessionskämpfe rasch und vollständig zu beenden. Es mag künftig ebenso viele Konfessionen geben, aber keine Kämpfe, keine Rechthabereien. Die Kirche wird anders keine Glaubwürdigkeit besitzen ...
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