Zur mobilen Webseite zurückkehren

Der theologische Disput
Christsein ohne Jenseitsglaube

Das eigentliche Thema der Bibel ist nicht Tod und Jenseits, sondern Gerechtigkeit auf Erden. Ein provozierender Zwischenruf
von Andreas Benk vom 08.07.2016
Artikel vorlesen lassen

Der britische Philosoph Alain de Botton ist der Meinung, das Christentum besitze »die praktische Vernunft, alle Erwartungen und Hoffnungen auf das nächste Leben zu richten«. Entsprechend halten es viele Menschen für eine zentrale christliche Glaubensaussage, dass »mit dem Tod nicht alles aus« sei, sondern Hoffnung auf ein Weiterleben in einem Jenseits bestehe. Das Jenseits wird dabei als etwas verstanden, was zeitlich und räumlich abgetrennt ist von dem, was wir hier auf Erden erleben. Der Tod erscheint so nur noch als Schwelle zum Durchgang in eine andere Welt. Weil christlicher Glaube so verstanden wird, ist christliche Seelsorge in unserer Gesellschaft am ehesten noch bei individuellen und kollektiven Grenzerfahrungen gefragt, etwa bei Todesfällen und Katastrophen.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0