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Die schwierige Bibel
Entweder Jesus oder Familie?

Der Neutestamentler Christian Schramm geht den wohl härtesten Worten Jesu in den Evangelien nach: Wer seine Familie nicht hasse, könne kein Jünger sein. Bedeutet Nachfolge immer auch Verlust? Eine Antwort auf die Frage unseres Lesers Siegfried Schwinn.
vom 23.06.2026
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Als PR-Berater hätte man mit dem Jesus, von dem die Evangelien erzählen, vermutlich seine liebe Not – zumindest, wenn das Ziel steigende Followerzahlen, möglichst viele Likes und Fünf-Sterne-Bewertungen sind. Von Jesus werden nämlich nicht nur applauswürdige Aktionen erzählt, Wundertaten, die staunen lassen, oder mainstream-taugliche Weisheitsworte. Nein, dieser Jesus eckt immer wieder an – in Tat und Wort. Das scheint geradezu Teil seiner DNA zu sein. Bestes Beispiel: In Lukas 14,25 wird von einer »großen Volksmenge« erzählt, die zu Jesus kommt, doch kein freundliches Willkommen schallt ihnen von Jesus entgegen. Stattdessen der oben zitierte Vers, mit dem auch der Leser Siegfried Schwinn wenig anfangen kann. Wer seine Familie nicht hasse, könne kein Jünger Jesu sein. Im folgenden Vers wird die Jesusnachfolge dann als Kreuztragen konkretisiert. Auch das klingt wenig einladend.

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