Zur mobilen Webseite zurückkehren

Der Streit ums Abendmahl

Fast alle katholischen Bischöfe Deutschlands wollen evangelische Partner in konfessionsverbindenden Ehen zur Kommunion zulassen. Doch Rom hat die Initiative gestoppt. Haben sich viele im Papst getäuscht?
von Britta Baas vom 22.06.2018
Artikel vorlesen lassen

Die einen sind fassungslos. Die anderen atmen auf: Alles wird beim Alten bleiben! Die Dritten aber sehen in der Absage des Vatikans an eine deutsche ökumenische Initiative sowieso nur den vorläufigen Schlusspunkt unter eine aus der Zeit gefallene Kontroverse. Dürfen evangelische Christen unter bestimmten Bedingungen zur Kommunion zugelassen werden? Die Mehrheit der deutschen katholischen Bischöfe findet seit Kurzem, dass das möglich sein sollte. Im Land der Reformation, in dem es etwa so viele Katholiken wie Protestanten gibt, werden häufig interkonfessionelle Ehen geschlossen. Und so stellt sich für jene, die sonntags zu einer katholischen Messe gehen, die Frage: Ist der evangelische Partner am Tisch des Herrn willkommen? Die Mehrheit der Priester sagt seit Jahren: Ja! Doch für diese Offenheit, die die Bischöfe nun unterstützen wollten, sieht Rom in einem aktuellen Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz die Zeit »nicht reif«.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0