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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2020
»Die Zeit läuft uns weg«
Ein Gespräch mit Georg Bätzing
Der Inhalt:
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Vorfahrt für Radfahrer

von Barbara Tambour vom 04.06.2020
Ruhe, Platz und gute Luft: Während des Lockdowns fühlten sich Fußgänger und Radler in den Städten auf einmal wohl. Beschleunigt Corona die Verkehrswende?
Vorgeschmack: Wie wäre es, wenn – wie hier in Toulouse – statt Autos, Radfahrer die Straßen füllen würden? (Foto: imago images/Hans Lucas)
Vorgeschmack: Wie wäre es, wenn – wie hier in Toulouse – statt Autos, Radfahrer die Straßen füllen würden? (Foto: imago images/Hans Lucas)

Das Coronavirus hat die Städte verändert. Während des Lockdowns war es auf den Straßen so ruhig wie nie. Der Autoverkehr ging in den Großstädten um vierzig Prozent zurück. Manche Stadtbewohner hörten erstmals tagsüber die Vögel zwitschern. Spaziergänger und Radfahrerinnen genossen es, Raum zu haben, um entspannter unterwegs sein zu können. »Die Menschen haben in der Corona-Krise begonnen, das Gut ›Platz‹ in der Stadt neu zu schätzen und zu hinterfragen, ob er derzeit richtig verteilt ist«, sagt Alexander Breit. Der 28-Jährige ist Stadtplaner und hat vor zwei Jahren den Frankfurter Radentscheid gemeinsam mit anderen initiiert – ein Bürgerbegehren für eine Verkehrspolitik, die den Bedürfnissen von Fußgängern und Fahrradfahrern in der Stadt Vorrang gibt vor denen der Autofahrer.

Einige Städte nutzen die Corona-Krise, um das rare Gut »Platz« umzuve

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