Kinotipp: Paris Murder Mystery
Auf der Suche nach der Wahrheit

Kino. Eines Abends gerät die geordnete Welt von Psychoanalytikerin Lilian Steiner aus den Fugen. Es beginnt damit, dass die Nachbarn mal wieder Lärm machen. Dann steht ein unangemeldeter Patient vor der Tür und verklickert Lilian wutentbrannt, dass er nach nur einer Sitzung bei einer Hypnotiseurin das Rauchen aufgegeben habe – etwas, das er in acht Jahren Analyse bei ihr nicht geschafft hat. Obendrein erfährt sie, dass ihre Lieblingspatientin Paula tot ist. Und Paulas Ehemann macht Lilian, die Paula Medikamente verschrieben hatte, für deren Suizid verantwortlich.
Kein Wunder, dass Lilian selbst allmählich die Nerven verliert. So schluckt sie ihren professionellen Stolz hinunter und lässt sich ebenfalls hypnotisieren. Merkwürdige Visionen bringen sie dazu, auf Spurensuche zu gehen, um die Wahrheit über Paulas Tod herauszufinden. War es wirklich Suizid? Oder doch Mord? Unterstützt wird sie von ihrem Exmann Gabriel, der Lilian immer noch liebt. Auf ihrem Zickzackkurs durch Paris gerät sie jedoch, beruflich und familiär, immer tiefer in die Bredouille.
Lilian lebt als US-Amerikanerin in Paris. So spricht in der filmischen Originalfassung die frankophile Hauptdarstellerin Jodie Foster mit ihren Patienten französisch und flucht, was sie sehr oft tut, auf Englisch. Sie erweist sich als zugleich strenge und verletzliche Heldin, in schauspielerischer Hochform. Aber auch in deutscher Fassung macht diese Krimikomödie, eine gewitzte und sehr erwachsene Mischung aus Detektivabenteuer, »Mystery« und unfreiwilliger Eigentherapie, richtig gute Laune.
Paris Murder Mystery (F 2025).
Film von Rebecca Zlotowski, 107Min. Ab 12 J.




