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Kircheneintritte
Sich taufen lassen ist wieder chic in Frankreich

Aber wie kommt es zu dem viel bestaunten »Boom«?
vom 25.03.2026
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Der Trend zur Erwachsenentaufe in Frankreich hält seit einigen Jahren an. (Foto: KNA / Corinne Simon)
Der Trend zur Erwachsenentaufe in Frankreich hält seit einigen Jahren an. (Foto: KNA / Corinne Simon)

Europaweit gilt Frankreich als das Land mit den meisten Erwachsenentaufen. Zu Ostern vor einem Jahr waren es 10 384; hinzu kamen über 7400 Jugendliche im Alter bis 17 Jahren. Der Trend hält seit ein paar Jahren an, insbesondere in den Großstädten und in der Region Paris. Auch die Bischöfe sind überrascht. »Wir hinken dem Heiligen Geist hinterher«, sagt der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Jean-Marc Aveline der Zeitung »La Croix«. »Diese jungen Menschen sind auf Wegen zu uns gekommen, die wir Bischöfe nicht vorgezeichnet hatten.«

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 6/2026 vom 27.03.2026, Seite 39
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Das Wunder von Frankreich wird gerne zitiert, um der deutschen Kirche mangelnden Missionseifer vorzuwerfen. Doch von einer Umkehr der Säkularisierung könne keine Rede sein, sagt der Soziologe Edgar Wunder vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland. In beiden Ländern glaubten etwas mehr als 40 Prozent der Menschen an Gott. Der Anstieg lasse sich vor allem dadurch erklären, dass in Frankreich deutlich weniger Kinder getauft würden als in Deutschland. Während hierzulande 80 bis 90 Prozent der kirchlich gebundenen Eltern ihre Kinder taufen ließen, seien es in Frankreich nur rund 60 Prozent, so Wunder. Insgesamt stehe Deutschland bei der Taufquote bis ins junge Erwachsenenalter sogar besser da als Frankreich. Migration spiele beim »Taufboom« keine Rolle.

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