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Der heilige Fluss ist eine Kloake

In ihrem Projekt »Gute Wassernachbarn« wollen die »Freunde der Erde« die Menschen in der Grenzregion zwischen Israel und Palästina zusammenbringen, damit sie gemeinsam den Jordan nutzen und sich darüber näherkommen
von Claudia Mende vom 04.05.2012
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Manchmal sind sich selbst die beiden Visionäre nicht einig. Der Israeli Guidon Bromberg und der Jordanier Munqeth Mehyar zeigen auf das weite Land vor ihnen und kämpfen um die richtige Formulierung. Im Nahen Osten ist selbst die Wahl der Wörter ein schwieriges Unterfangen, und Verständigung kann an Silben scheitern. »Dieses Land hat Israel im Friedensvertrag mit Jordanien 1994 aufgegeben«, sagt Guidon Bromberg. »Nicht aufgegeben, zurückgegeben«, protestiert der Jordanier Mehyar. »Okay, zurückgegeben«, gibt Bromberg nach. Handschlag. Beide lachen. Der Wind trägt ihre Wortfetzen über den Jordan zu den westlich gelegenen Bergen von Galiläa. Oder nach Nordosten zu den Hügeln der von Israel besetzten Golanhöhen. So genau kann das niemand sagen.

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Schlagwörter: Nahostkonflikt Umweltschutz
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