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Sexueller Missbrauch
Lügen im Namen des Herrn

21 Jahre war Peter H. Pfarrer in Garching an der Alz – ein vorbestrafter Missbrauchstäter, gedeckt durch die Mächtigen im Erzbistum München. Was wusste der emeritierte Papst Benedikt XVI.? Ein Gutachten soll nun Klarheit bringen.
von Matthias Drobinski vom 14.01.2022
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Der Täter als Star: In der Kirche St. Martin begeisterten Pfarrer H.s Predigten die Gemeinde (Foto: Ivo Mayr)
Der Täter als Star: In der Kirche St. Martin begeisterten Pfarrer H.s Predigten die Gemeinde (Foto: Ivo Mayr)

Das alte Pfarrheim in Garching an der Alz im Landkreis Altötting ist abgerissen; ein Neubau steht jetzt da, mit Glas und hellem Holz. Die Mauer ist weg, auf der am Morgen des 24. Juli 1993 geschrieben stand: »Stefan + Pfarrer H. = schwul«. Ausgerechnet vor dem Pfarrfest. Ausgerechnet Peter H., der Star am Altar, beliebte Prediger, Choreograf einer hundertköpfigen Ministrantenschar. Rasch wurden die Schmierereien übertüncht. Das Pfarrfest ging seinen Gang. Die Gerüchte aber blieben. Und nach den Sommerferien saß »ein Häuflein Elend« im Wohnzimmer von Klaus Mittermeier, dem damaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden – Pfarrer H., der klagte, er werde verleumdet. »Das boxen wir durch«, sagte Mittermeier. Zuvor aber fragte er den Pfarrer eindringlich: Ist da was dran an den Gerüchten? Gar nichts, schwor Peter H.

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Schlagwörter: Kardinal Marx Missbrauch
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