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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:

Aufgefallen: Das Klima-Mädchen

Statt in der Schule zu sitzen demonstriert Greta Thunberg vorm schwedischen Parlament für radikale Klimapolitik. Jetzt sprach sie auf dem Klimagipfel

Unter dem Motto »Schulstreik fürs Klima« sitzt die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg jeden Freitag vor dem Reichstagsgebäude in Stockholm. Denn wozu für eine Zukunft lernen, die es nicht geben wird, wenn sich die Klimapolitik nicht radikal ändert? In den Wochen vor den schwedischen Wahlen im September verteilte sie Handzettel: »Weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt, tue ich das auch. Mein Name ist Greta, ich bin in der neunten Klasse. Und ich bestreike die Schule für das Klima.« Bald war ihr Gesicht überall: in den sozialen Netzwerken, in den Zeitungen, im Fernsehen. Das Mädchen mit den dünnen blonden Zöpfen und dem konzentrierten Gesicht hielt sachkundige Reden: »Manche sagen, wir sollten in die Schule gehen, um Klimaforscher zu werden, damit wir ›die Klimakrise lösen‹ können. Dabei ist sie längst gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Wir müssen nur aufwachen und etwas verändern.«

Auf ihrer Twitter-Seite stellt Greta sich vor als »15-jährige Klimaaktivistin mit Asperger«, das dem Autismusspektrum zugeordnet wird. Dass sie beim Sprechen kaum Mimik zeigt, transportiert auch eine Botschaft: Schluss mit lustig. »Ich habe das Asperger Syndrom«, schreibt Greta in The Guardian. »Die meisten Dinge sind für mich schwarz oder weiß. Ich frage mich, wie die Mächtigen die Dinge so kompliziert machen konnten. Wenn es ums Überleben geht, gibt es keine Grauzonen.«

Greta fordert, dass wohlhabende Länder wie Schweden ihre Emissionen um 15 Prozent reduzieren, wie es das Pariser Klimaabkommen vorsieht. Sie versteht nicht, warum Menschen zwar wissen, dass der Klimawandel eine ernste Bedrohung ist, aber trotzdem so weitermachen wie bisher. Nachdem sie erfahren hat, wie v