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Kampf + Kontemplation – reloaded

Zehn Jahre nach dem Tod ihres Gründers Frère Roger und im 75. Jahr ihres Bestehens erinnert sich die ökumenische Brüderschaft in Taizé an ihre Wurzeln. Neugierige, die das Dorf in diesen Tagen aufsuchen, sehen: Rogers Erbe bleibt lebendig
von Vera Rüttimann vom 04.12.2015
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D ezember in Taizé. In diesen Tagen ist es ruhig auf dem Hügel im Südburgund. Die wenige Menschen, die hier sind, eilen zum Abendgebet in die Versöhnungskirche. Die orangen Segeltücher im Altarraum spenden ein warmes Licht. Dort, wo sonst Roger Schutz seinen Platz hatte, sitzt seit zehn Jahren sein Nachfolger Frère Alois Löser. Er eröffnet die Andacht mit einem Gebet und gedenkt der über 130 Toten, die beim Anschlag vom 13. November 2015 in Paris ihr Leben liessen. Dann zehn Minuten Stille. Niemand hüstelt, rutscht nervös auf dem Boden oder wartet, bis es endlich endet. Ist es hier still, ist der Herzschlag dieses Orts zu hören. Eine Melodie klingt an, wird mantraartig wiederholt und füllt den Raum.

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