Dresden: Zeitungen der Friedlichen Revolution
»Unter Druck. Die Zeitungen der Friedlichen Revolution - Aufatmen nach Jahrzehnten unter Pressezensur«, so lautet der Titel einer Wanderausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums Werdau. Zu sehen sind ungewöhnliche Zeitungen. Unter Extrembedingungen gab es allein vom Oktober 1989 bis zum März 1990 mehr als vierzig Zeitungs-Neugründungen. Zunächst als Aufbruch gefeiert, wurden sie bald vom Westen überrollt. Die dortigen Verlage interessierten sich mehr für die großen ehemaligen SED- und Ost-CDU-Zeitungen. Die neu gegründeten Zeitungsverlage waren dem nicht gewachsen. Die Ausstellung dokumentiert diese Früchte der Friedlichen Revolution wie auch ihren Niedergang. Sie widmet sich aber auch der DDR-Zensurpraxis: der Kirchenzeitung mit den weißen Flecken; dem Verbot des Sowjetischen Sputnik wie auch den Untergrund-Zeitschriften und vielem mehr. Bis zum 16. Dezember ist die Ausstellung im Landtag in Dresden zu sehen, dann kann sie beim Martin-Luther-King-Zentrum in Werdau ausgeliehen werden.
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