Religionen für die Schöpfung
Der Frankfurter Zoodirektor Manfred Niekisch stimmte beim Dialogforum »Religionen und Naturschutz« die siebzig Teilnehmer auf das Thema ein. Die Erde erlebe gerade die »sechste Aussterbewelle«, sagte er im Hinblick auf den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt, diesmal »eine vom Menschen gemachte«. Es gebe eine »Krise der Biodiversität, wie wir sie noch nie hatten«. Das Abrahamische Forum, das zu dem Treffen eingeladen hatte, wurde 2001 von Angehörigen verschiedener Religionen gegründet, um sich für ein »friedliches Zusammenleben« einzusetzen. Angesichts der dramatischen Umweltprobleme befassen sie sich seit einiger Zeit auch mit dem Naturschutz. Für den Rückgang der Artenvielfalt machen die Religionsvertreter die die »Ressourcen überbeanspruchenden Formen des Wirtschaftens, Produzierens und Konsumierens, soziale Ungerechtigkeit« und den »Unfrieden in der Welt« verantwortlich, so schrieben die Gläubigen aus neun Religionen nach dem ersten Dialogforum in Bonn vor zwei Jahren. Auch der Klimawandel sei gravierend. »Menschen verlieren ihre Lebensgrundlagen und sind zur Flucht gezwungen.«
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