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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2020
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

»Meine Arbeit ist zermürbend«

vom 23.10.2020
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Meine Arbeit als Grundschullehrerin ist seit Ausbruch der Pandemie zermürbend. Die Schulen sind seit März geschlossen. Der Unterricht wird über digitale Plattformen erteilt. Das ist sehr schwierig, denn in El Salvador sind viele Eltern arm und haben nicht das Geld, zu Hause WLAN einzurichten oder das Guthaben ihres Smartphones aufzuladen. Manche haben gar kein Telefon. Es gibt auch Regionen ohne Mobilfunk-Abdeckung. Oft sehe ich, dass Eltern oder Kinder auf Berge steigen oder auf Bäume klettern, um Empfang zu haben und am Unterricht teilnehmen zu können. Ich habe auch Schüler, die zu Hause nicht einmal einen Stromanschluss haben. Ich gebe die Hälfte meines Gehaltes fürs Internet aus und für Telefonate. Ich rufe Schüler und Eltern an, um sie zu motivieren. Ich habe kein Privatleben und keine Freizeit mehr, weil i

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