Personen & Konflikte
Andreas Zumach, UNO-Korrespondent verschiedener Zeitungen in Genf, befürwortet eine UNO-Schutztruppe für den Irak, um die Zivilbevölkerung gegen Vertreibung und Ermordung durch die Terrormilizen des Islamischen Staates (IS) zu schützen. Dies sei aber nur »unmittelbare Priorität«. In der Friedenszeitung schreibt Zumach weiter: »Wer den IS schwächen und nachhaltig aus Irak und Syrien vertreiben will, muss die finanzielle und militärische Unterstützung aus dem Ausland unterbinden.« Wichtig wäre die »sofortige Einstellung sämtlicher Exporte von Kriegswaffen und anderer Rüstungsgüter an Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und an alle anderen Staaten der nahöstlichen Krisen- und Kriegsregion.« Diese Forderung richtet sich auch an die Schweiz. Zu befürchten sei, dass die »von den westlichen Demokratien an die sunnitischen Diktaturen gelieferten Waffen von diesen schon bald eingesetzt werden für neue Kriege sowie zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung und damit für absehbar schwere Menschenrechtsverbrechen. Aber das hat der Nationalrat Anfang März ja ausdrücklich gutgeheissen mit seiner skandalösen Bewilligung von Rüstungsexporten in Länder, in denen Menschenrechte systematisch verletzt werden«.
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