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Vom Irak-Krieg zum Weltfrieden

Ein unmoralischer Angriffskrieg fordert die Menschheit heraus. Die Antwort darf nicht auf sich warten lassen. Grundlagen einer Weltpolitik mit Weltethos
von Hans Küng vom 24.10.2003
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So sehr der Sturz eines (schon zur Zeit der langen Freundschaft mit Amerika!) blutbefleckten Diktators freut, so wenig sollte man nachträglich den Krieg der USA und Briten gegen Saddam Hussein rechtfertigen. Der erste Irak-Krieg unter dem ersten Bush war nach dem Überfall Saddams auf Kuwait eindeutig ein Verteidigungskrieg; als solcher war er völkerrechtskonform, von der UN-Charta gedeckt und fand denn auch die Billigung des UN-Sicherheitsrates. Der zweite Irak-Krieg aber unter dem zweiten Bush war und bleibt - Paris, Berlin, Moskau haben Recht, ohne den Sachverhalt in klarer Sprache auszudrücken - eindeutig ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, ein von der UN-Charta strikt verbotener Präventivkrieg auf Verdacht hin. Als erstes Dokument der Weltgeschichte verbietet die UN-Charta nun einmal jeden Angriffskrieg absolut. Daher fand mit Recht dieser Krieg keine Billigung durch den Sicherheitsrat und die Weltmeinung. Er wird auch nicht durch den - höchst prekären - militärischen Erfolg nachträglich gerechtfertigt.

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