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Naher Osten
Keine Einreisegenehmigung – christliche Schulen in Jerusalem streiken

Israel ließ palästinensische Lehrkräfte nicht einreisen, christliche Schulen traten daraufhin in den Ausstand.
vom 08.09.2026
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War zu Schuljahresbeginn im Streik: Schule in der Jerusalemer Altstadt (Foto: kna/Andrea Krogmann)
War zu Schuljahresbeginn im Streik: Schule in der Jerusalemer Altstadt (Foto: kna/Andrea Krogmann)

Für christliche Schulen in Jerusalem hat das neue Schuljahr mit einem Streik begonnen: Weil Israel für rund 70 palästinensische Lehrkräfte keine Einreisegenehmigungen erteilt hatte, setzten die Schulen den Unterricht für unbestimmte Zeit aus. Rund 10 000 Schülerinnen und Schüler waren betroffen. Inzwischen liegen die Genehmigungen vor, und die Schulen haben den Streik beendet.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 17/2026 vom 17.09.2026, Seite 40
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Das Generalsekretariat für christliche Bildungseinrichtungen warf Israel vor, die Stabilität der Schulen zu untergraben. Die Schulen seien fester Bestandteil der Identität Jerusalems und nähmen einen pädagogischen und humanitären Auftrag wahr, der eine Kultur des gerechten Friedens pflege. Der Jerusalemer Kardinal Pierbattista Pizzaballa bezeichnete die Schulen als »das vielleicht schönste Geschenk der Kirchen an das Land«. Bereits Anfang des Jahres war Lehrkräften aus dem Westjordanland die Arbeitserlaubnis entzogen und später wieder erteilt worden. Dazu kommt ein weiterer Konflikt: Schulen in Ostjerusalem hatten bisher palästinensische Lehrpläne genutzt. Diese sollen sie nun zugunsten israelischer Lehrpläne aufgeben. Die Zeitung »Ha’aretz« spricht von einer »Israelisierung des Bildungssystems«.

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