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Pflegereform
Ihr seid mir lieb – aber viel zu teuer

Vier Jahre pflegte Wolfgang Kessler seine demenzkranke Frau zu Hause, weitere vier Jahre begleitete er sie im Pflegeheim. Aus dieser Erfahrung heraus kritisiert er die geplante Pflegereform – und plädiert für eine Pflege, die Würde vor Sparzwänge stellt.
von Wolfgang Kessler vom 11.08.2026
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In Würde krank sein dürfen: Ungefähr 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz. Für pflegende Angehörige ist oft auch ein kleiner Zuschuss eine große Hilfe. (Foto: picture alliance / Fotostand / Fritsch)
In Würde krank sein dürfen: Ungefähr 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz. Für pflegende Angehörige ist oft auch ein kleiner Zuschuss eine große Hilfe. (Foto: picture alliance / Fotostand / Fritsch)

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat recht: Die tiefen Krisen können ohne Zumutungen nicht gemeistert werden. Entscheidend sind jedoch Antworten auf zwei Fragen: Sind die Zumutungen gerecht verteilt? Und sind sie Teil eines Konzepts, das in Zukunft Besserung erwarten lässt? Betrachtet man die Vorschläge zur Pflegereform, dann lautet die Antwort auf beide Fragen: Nein. Für mich als jemand, der seine Frau vier Jahre lang zu Hause gepflegt und ihre Pflege weitere vier Jahre im Heim eng begleitet hat, entpuppt sich die geplante Pflegereform als Schlag ins Gesicht der Pflegenden und Pflegebedürftigen von heute – und als Bedrohung für die Pflege von morgen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge ins Pflegealter kommen.

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