Zur mobilen Webseite zurückkehren

Ein interreligiöser Rat für Serbien

vom 13.08.2010
Artikel vorlesen lassen

Ein Jahrzehnt nach dem durch einen Luftkrieg der Nato (inklusive Deutschlands) erzwungenen Ende der Kriege in Ex-Jugoslawien startet die interreligiöse Ökumene in Serbien. Der Interreligiöse Rat ist an das serbische Religionsministerium in Belgrad angegliedert. Vertreten sind die serbische Orthodoxie, der über zwei Drittel aller Serben angehören, sowie die katholische Kirche, der Islam und die jüdische Gemeinde. Auch drei evangelische Kirchen wollen Mitglied werden. Der Interreligiöse Rat soll das Bewusstsein für Religionsfreiheit, das soziale und gesellschaftliche Engagement der Religionen und den »Lebensdialog« für den Frieden im Alltag fördern. Bemerkenswert ist der Rat, weil die Kriege der 1990er-Jahre entlang der Religionsgrenzen geführt wurden. Als Stütze des aggressiven Großserbien-Ideologen Milosevic hatte die serbische Orthodoxie damals eine verhängnisvolle Rolle gespielt.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0