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Am Anfang war die Trennung

Harmonie und Bindungen stehen im Trend der Zeit ganz oben. Warum es dringend notwendig ist, über das Gegenteil zu sprechen
von Agathe Israel vom 13.07.2001
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Unser Leben beginnt mit Trennung. Und die Bewältigung bleibt eine lebenslang wiederkehrende Aufgabe. Diese Behauptung wird in unserer Zeit, in der Harmonie und Bindungen immer höher im Trend stehen, nicht gerade auf fruchtbaren Boden fallen. Und auch mit der Wissenschaft scheint sie auf den ersten Blick nicht Schritt zu halten. Denn in der entwicklungspsychologischen und auch medizinischen Forschung, die sich in den letzten Jahrzehnten immer intensiver mit den frühesten Anfängen des Lebens befasst, steht fest: Nicht nur der Fötus fühlt bereits mit allen Sinnen, auch der neugeborene Mensch baut von Anfang an aktiv Bindungen auf. Und von deren Qualität hängt bis ins Erwachsenenalter die Fähigkeit ab, Beziehungen zu gestalten. Doch gerade darum möchte ich mit dieser Hypothese die übliche Denkweise auf den Kopf stellen und die andere, oft tabuisierte Seite betrachten.

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