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Pro und Contra
Forschung ohne Affen?

Der Tübinger Hirnforscher Nikos Logothetis will keine Experimente mehr an Rhesusaffen durchführen. Damit hat er massiver Kritik und harten Angriffen von Tierversuchsgegnern nachgegeben. Andere Forscher schlagen Alarm. Sie halten solche Versuche für unverzichtbar
vom 22.05.2015
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Ja, sie ist qualvoll und unnötig

Versuche an Affen sind ebenso wenig zu rechtfertigen wie Tierversuche im Grundsätzlichen. Die Hirnversuche sind für die Tiere qualvoll und für die Entwicklung von Therapien für Erkrankungen des Menschen weder notwendig noch klinisch relevant. Es handelt sich um zweckfreie Grundlagenforschung. Die Affen werden durch Durst gezwungen, jeden Tag stundenlang mit angeschraubtem Kopf Aufgaben am Bildschirm zu erfüllen. Über ein Bohrloch im Schädel werden Elektroden in das Gehirn eingeführt, bei manchen Tieren zudem eine Metallspule ins Auge eingepflanzt und Elektroden in die Sehrinde getrieben. Nur wenn die Tiere »kooperieren«, erhalten sie über einen Schlauch im Mund etwas Saft, sie müssen sich ihre lebensnotwendige Flüssigkeitsration »erarbeiten«. Diese Qual kann Jahre dauern, nur damit Forscher untersuchen können, wie ein Affe zählt oder auf Gesichter reagiert. Die Nutznießer sind nicht etwa kranke Menschen, sondern Experimentatoren, die sich mit Veröffentlichungen profilieren und Forschungsgelder einstreichen.

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