Personen und Konflikte
Claudia Bausewein, Palliativmedizinerin, appelliert an die Bundestagsabgeordneten, auf das geplante Gesetz zur Regelung der Suizidassistenz zu verzichten. Keiner der vorliegenden Gesetzentwürfe helfe Menschen, die einen Suizid erwägen, in ihrer schwierigen Lage, schreibt sie gemeinsam mit dem früheren Ethikratsvorsitzenden Peter Dabrock, dem Theologen Reiner Anselm und dem Staatsrechtler Wolfram Höfling in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sie fordern, das Geld, das in der Folge eines Gesetzes für Begutachtungsverfahren und Beratung aufgewendet werden müsste, in Suizidprävention sowie die Palliativ- und Hospizversorgung zu stecken. Für eine besondere gesetzliche Regelung bestehe kein Bedarf. Trotz der heute sehr liberalen Regelung sei es in den vergangenen drei Jahren nicht zu unverantwortlichen Praktiken im Zusammenhang mit Suizidassistenz gekommen. Im Gegenteil: Es etabliere sich offenbar eine Praxis, die sich an den ethischen Standards von Ärztinnen und Ärzten orientiere.
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