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Früher Wohnblock, jetzt Quartier

Viele Menschen können sich die Mieten in Großstädten wie Berlin und Frankfurt nicht mehr leisten. Initiativen kämpfen gegen Miethaie und Immobilienspekulanten. Sie haben Zulauf, mussten aber einen Rückschlag hinnehmen
von Andreas Schindel vom 14.05.2021
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Mit Witz und Ironie kämpft die neue Mieterbewegung für bezahlbaren Wohnraum.(Foto: pa/Christoph Soeder)
Mit Witz und Ironie kämpft die neue Mieterbewegung für bezahlbaren Wohnraum.(Foto: pa/Christoph Soeder)

Die vergangenen drei Stunden hat Imogen Wilkins mit einem Klemmbrett vor einem Supermarkt gestanden. Wie jeden Samstag hat sie auf den Berliner Straßen Unterschriften gesammelt. Seit zehn Minuten sitzt sie wieder zu Hause an ihrem Schreibtisch. Rechts und links von ihr stapeln sich alte Bücher in Frakturschrift. Die Geschichtsstudentin schreibt ihre Abschlussarbeit über Karl Marx und die frühe Sozialdemokratie. An ihrem Kleiderschrank hängt ein gelb-violettes Plakat von dem Volksbegehren Deutsche Wohnen & Co. enteignen. Wilkins ist seit einem halben Jahr im Kiezteam Mitte aktiv. Sie ist gut gelaunt. Viele Passanten hätten sie ermutigt, sagt sie. Dass ihr politisches Engagement auch bei Leuten Widerhall findet, die in ihrem Alltag wenig mit Politik zu tun haben, habe sie vorher selten erlebt. »Bei der Enteignungskampagne habe ich das Gefühl, dass der Einsatz sich lohnt. Wenn ich sehe, wie viele Menschen alleine in meiner Nachbarschaft Unterschriften sammeln, dann macht mir das große Hoffnung«, sagt Wilkins.

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Schlagwörter: Mietendeckel Volksbegehren
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