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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2022
Der Inhalt:
Leben & Kultur

Personen und Konflikte

vom 29.04.2022
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Richard Rechtman, Professor für Psychiatrie in Paris, hat dem Eindruck widersprochen, Massenmörder seien psychisch krank. Man müsse kein blutrünstiges Monster sein, um sich an einem Genozid zu beteiligen, schreibt Rechtman in der Zeitschrift »Psychologie heute«. Entscheidend sei, dass Massenmörder gleichgültig gegenüber dem Leben und dem Tod der anderen seien. Vielen gehe es weder um Ideologie noch um Überlegenheitsgefühle, erklärt Rechtman, der über Genozid forscht und Angehörige der Roten Khmer behandelt hat. Das Töten werde recht schnell so repetitiv, dass selbst eine Lust am Bösen bald einer Ermüdung oder einem Überdruss an der Routine weiche, so der Wissenschaftler. Die Beteiligten dächten nicht darüber nach, ob es richtig oder falsch sei, Menschen umzubri

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