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Personen und Konflikte

vom 30.04.2021
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Peter Kossen, katholischer Priester und Menschenrechtler, fordert schnellstmöglich eine Corona-Impfung für ost- und südosteuropäische Arbeitsmigranten. Aufgrund »vielfach unmenschlich harter Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, in Ausstallkolonnen oder als Paketzusteller« gebe es bei diesen Arbeitern viele Infektionen und entsprechend viele schwere und tödliche Verläufe. »Die Totalerschöpfung dieser Menschen ist die Normalität«, kritisierte der Theologe. Es dürfe nicht sein, dass gerade die Menschen in großer Zahl durch das Netz fielen, die besonders gefährdet seien, erklärte der Theologe, der sich seit Jahren für Arbeitsmigranten einsetzt und immer wieder auf den Missbrauch von Werkvertrags- und Leiharbeit hingewiesen hat. In den Schrottimmobilien, die häufig als Unterkunft dienten, und ihren oft viel zu kleinen, schlecht belüfteten und mehrfach belegten Zimmern gebe es oft Schimmelbeläge an den Wänden, erklärte Kossen. Zunehmend hausten ganze Familien mit ihren Kindern in gesundheitsgefährdenden Unterkünften.

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