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Typisch deutsch? Gibt´s nicht

Der Vater ist in Mosambik geboren, die Mutter in Berlin. Wie leben die Töchter und Söhne in zwei Kulturen?
von Monika Herrmann vom 10.04.2009
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Was ist typisch deutsch und was mosambikanisch? - Diese Fragen sind Leocadio (16) und seinen Schwestern Ema (15), Cotasse (12) und Naima (11) schon häufiger gestellt worden. Grund: Die Geschwister haben einen Vater, der aus Mosambik stammt, und eine Mutter, die in Berlin geboren ist. Sie wachsen also in zwei unterschiedlichen Kulturen auf. Was also ist typisch? Leocadio, ein Junge mit kurzen Rastalocken, sagt, dass er eigentlich kaum Unterschiede wahrnehme. Und dann: »Ach doch, den Umgang zwischen Deutschen erlebe ich oft als sehr kühl, während Mosambikaner sozusagen von Natur aus herzlich sind.« Und weiter? »Die sozialen Unterschiede spielen eine Rolle im Umgang mit Familienangehörigen, Kollegen oder Nachbarn. Sehr gebildete Deutsche reden - wenn überhaupt - nur mit viel Abstand mit Leuten, die auf dem Bau arbeiten und Bier statt Wein trinken.« Leocadio erzählt, dass er das in der Familie manchmal erlebt. »Mein Vater ist Bauarbeiter und trinkt Bier, ein Onkel ist Wissenschaftler und trinkt eher Wein. Er redet anders. Unter Mosambikanern ist das nicht so.«

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