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Demokratie oder Öl

Venezuela, Nigeria, Algerien: Bei den Machtkämpfen geht es immer um das eine
von Wolfgang Kessler vom 08.03.2019
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Es fällt auf: Wo der Export von Erdöl die Haupteinnahmequelle eines Landes ist, hat es die Demokratie schwer. Ob linke oder rechte Regierungen, sie alle haben zumeist ein Ziel: sich der Erlöse aus der wertvollen Ressource Öl zu bemächtigen. Das zeigt sich einmal mehr in Venezuela. Linke Regierungen, zunächst unter Hugo Chavez, später unter Nicolas Maduro, finanzierten mit den Öl-Einnahmen vor allem Sozialprogramme, statt auch die Wirtschaft auf gesunde Beine zu stellen. Als der Ölpreis sank, strichen sie die Wohltaten einfach zusammen und ließen die Menschen hungern. Jetzt bröckelt die linke Macht. Ob sich das Land unter Oppositionsführer Juan Guaidó wirklich zur Demokratie öffnet, darf bezweifelt werden. Er kommt aus der alten Oberschicht, die früher selbst gerne in die Ölschatullen gegriffen hat. Dafür ist ihr jedes Mittel recht, auch ein Staatsstreich mithilfe des Auslandes.

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