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Bei begründetem Verdacht

Sexueller Missbrauch: Die katholischen Bischöfe wollen ihre Leitlinien überarbeiten. Es gibt eine Reihe strittiger Punkte
von Hartmut Meesmann vom 12.03.2010
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Ein guter Anfang!« So lautet weithin die Reaktion auf die Beschlüsse der katholischen deutschen Bischöfe, mit denen diese die breite Erregung in und außerhalb der Kirche über all die sexuellen Missbrauchsfälle durch Priester in den 1970er- und 1980er-Jahren zu dämpfen versuchen: Die Opfer werden um Vergebung gebeten, man habe in der Kirche das Ausmaß all der Verfehlungen »unterschätzt«, heißt es. Die Leitlinien zum Umgang mit dem sexuellen Missbrauch aus dem Jahr 2002 sollen überarbeitet werden. Mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann hat die Bischofskonferenz einen Sonderbeauftragten »für alle Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich« ernannt, der nun die Bemühungen der einzelnen Bistümer stärker koordinieren soll. Gestartet wird eine bundesweite Info-Telefonhotline. Außerdem will man jetzt auch die Hilfe staatlicher Einrichtungen in Anspruch nehmen und auf die fachliche Kompetenz von Initiativen der Zivilgesellschaft, etwa des Kinderschutzbundes, zurückgreifen. Die Ausbildung der künftigen Priester soll im Sinne der Prävention sorgfältiger erfolgen.

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