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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2022
Der Inhalt:

Nachgefragt
»Im Stich gelassen«

Der Jeside Habib Hacm organisiert Hilfslieferungen in Syriens Nordosten. Die Türkei bombardiert die Region
von Ludwig Greven vom 25.02.2022
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Publik-Forum: Herr Hacm, wie ist die Lage in der nordsyrischen Autonomieregion Rojava?

Habib Hacm: Sehr angespannt und für die Menschen katastrophal. Die türkische Armee greift seit ihrem Einmarsch immer wieder an, zusammen mit islamistischen Dschihadisten. Die betrachten die Kurden, Jesiden und Christen als Ungläubige, töten und vertreiben sie und zerstören ihre Häuser.

Sind viele Menschen auf der Flucht?

Hacm: Ja, mehr als 300 000. Die Türkei hat mit den Dschihadisten 2018 und 2019 einige Gebiete besetzt. In den Dörfern werden arabische Flüchtlinge aus anderen syrischen Regionen und Turkmenen angesiedelt. Das wird über Hilfsorganisationen leider auch von der EU finanziert.

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