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Pro und Contra
Teilweise krankschreiben?

Schreibt der Arzt einen Arbeitnehmer krank, gilt: ganz oder gar nicht. Das sollte sich ändern, regt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen an. Manchen Patienten wäre besser gedient, wenn sie nur zu 25 oder 50 Prozent krankgeschrieben würden. Eine gute Idee?
vom 29.01.2016
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Ja, oft reicht es, kürzerzutreten

Für eine schwangere Verkäuferin, die noch vier, aber nicht mehr acht Stunden stehen kann, wäre es eine gute Lösung. Obwohl sie gerne noch halbtags arbeiten könnte und – weil ihr zu Hause ansonsten die Decke auf den Kopf fällt – auch möchte, gilt für die Arbeitsunfähigkeit in Deutschland ein oft praxisfernes Alles-oder-nichts-Prinzip. Viele Patienten möchten aus gesundheitlichen Gründen gerne vorübergehend kürzertreten, ohne gleich ganz zu Hause bleiben zu müssen. Auch aus ärztlicher Sicht ist dies oftmals sinnvoll. Bei Depressionen etwa ist es wichtig, dass Betroffene die Rückkehr in den Alltag schaffen. Dabei kann der gewohnte Tagesablauf ebenso helfen wie der Kontakt zu den Kollegen. Bei Rückenschmerzen ist es oft besser, sich zu bewegen und zu laufen, als sich nur zu schonen und ins Bett zu legen.

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