Ein gutes Leben für alle
Nein, die Jalousien gehen abends bei ihr nicht runter, und auch ein Fernseher flimmert dahinter nicht. Stattdessen brennen in den Fenstern Kerzen, Kinderspielzeug liegt im Hof. Wenn Ilka Schönherr von ihrer Wohnung in Leipzig-Wiederitzsch spricht, kommt sie ins Schwärmen. Vor allem der Kachelofen hat es ihr angetan. Und das, obwohl sämtliche Zimmer über eine moderne Heizung verfügen. »Unser Ofen steht im Esszimmer, der gibt eine ganz tolle Wärme, die ich nicht mehr missen will«, ist sich die 37-jährige Architektin sicher. Mit ihrem Mann, einem Programmierer, und den fünf und sechs Jahre alten Söhnen wohnt sie seit Oktober 2005 hier. Die Wohnung haben sie auf der Grundlage von ökologischem Bauen selbst saniert. »Und selbst im Erdgeschoss bekomme ich keine kalten Füße«, sagt sie mit Blick auf den schönen alten Holzfußboden. Zum kleinen eigenen Garten führt vom Esszimmer und der Küche je eine Holztreppe. Zwei Wohnungen mit sieben zum Teil kleinen Zimmern wurden für die Familie zusammengelegt, jeder hat seinen Bereich. »Und das alles zu einem Preis, da würden wir nie etwas Vergleichbares finden.« Dass alle Kinder hier in eine Schule in freier Trägerschaft gehen und auch Feste gemeinsam organisiert werden, gehört dazu. Für Ilka Schönherr und die anderen Mieter ist das nicht mehr wegzudenken.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
