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Reise ins (un)heilige Land

Wer sich heute aufmacht gen Bethlehem, erlebt vor allem Widersprüche: Grenzenlose Wut – und große Hoffnung. Eine Reportage aus Gaza und dem Westjordanland
von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 21.12.2017
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Israelische Grenzanlage nahe Bethlehem: Das Leben hinter Mauern und Zäunen ist Alltag im (un)heiligen Land. (Foto: Rheinheimer-Chabbi)
Israelische Grenzanlage nahe Bethlehem: Das Leben hinter Mauern und Zäunen ist Alltag im (un)heiligen Land. (Foto: Rheinheimer-Chabbi)

Bethlehem im November 2017: Eine neun Meter hohe Betonmauer durchzieht das Land. Ich stehe auf dem Dach einer Schule im Flüchtlingslager Aida und starre auf die Sperranlage mit ihren Wachtürmen. Fast 800 Kilometer schlängelt sich die Mauer durchs Westjordanland. Hier ist sie grau und trostlos, doch einige Hundert Meter weiter haben die Leute sie mit Graffiti versehen: ein Tiger mit weit aufgerissenem Maul, darüber steht: »Hier können nur Tiger überleben.« Etwas weiter prangt eine Friedenstaube. Und dann ist da die Zeichnung von Präsident Trump, der – in Anspielung auf seine geplante Mauer zu Mexiko – verspricht: »Du bekommst bald einen großen Bruder.« Das war Ende November. Zu diesem Zeitpunkt ahnte keiner aus unserer Journalistengruppe, dass Trump mit seiner Entscheidung, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, eine Woche später eine Welle der Gewalt in der Region auslösen würde.

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