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Mit der Lebenskraft der Sonne

Ägypten: Der Bioproduzent Sekem beschäftigt 2000 Menschen und weist den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung – trotz Krise
von Claudia Mende vom 11.04.2015
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Ägyptische Biolandwirtschaft als Projekt: Am Vormittag pflücken Arbeiterinnen aus den umliegenden Dörfern leuchtend orange Ringelblumen auf den Feldern.(Foto: sekem/kafi)
Ägyptische Biolandwirtschaft als Projekt: Am Vormittag pflücken Arbeiterinnen aus den umliegenden Dörfern leuchtend orange Ringelblumen auf den Feldern.(Foto: sekem/kafi)

Die Tomaten von Mohammed Aues sind saftig, schwer und schmackhaft. Jeden Tag überprüft der Biobauer seine Pflanzen und hält Ausschau nach möglichen Schädlingen. Aues, ein stämmiger Mann Anfang vierzig, bewirtschaftet rund dreißig Hektar Land am Rande des Nildeltas. Auf dem fruchtbaren Boden baut er neben Tomaten auch Gurken, Paprika, Bohnen und Orangen an. »Mit konventioneller Landwirtschaft würde ich mehr verdienen«, sagt der Vater von fünf Kindern, dennoch habe er sich vor 18 Jahren für den biologisch-dynamischen Anbau entschieden. »Für mich ist es besser so. Schließlich essen wir ja die ganzen Pestizide mit.« In seiner langen weißen Galabiya, dem Gewand ägyptischer Männer, und den Plastiksandalen wirkt er etwas behäbig. Tatsächlich aber hat er ein gutes Händchen für Pflanzenfolgen und Anbaumethoden. Er ist einer von rund 200 Mitgliedern der Ägyptischen Vereinigung von Biobauern, die nach den Standards des deutschen Demeter-Verbandes ihre Felder bestellen.

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