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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2012
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft
Der letzte Brief

»Hassreden im Internet widersprechen«

von Teresa Schneider vom 22.04.2012
Nach dem Mord an einem Mädchen in Emden gab es im Netz Aufrufe zur Lynchjustiz. Wächst mit sozialen Medien wie Facebook und Twitter die Bereitschaft, andere an den Pranger zu stellen? Fragen an den Medienethiker Rüdiger Funiok
Teile des Netzes sind wie ein virtueller Stammtisch, sagt der Medienethiker Rüdiger Funiok: Auch dort werden oft Hetztiraden formuliert, Menschen angegriffen und ausgegrenzt (Foto: Danilo Palomba/Fotolia)
Teile des Netzes sind wie ein virtueller Stammtisch, sagt der Medienethiker Rüdiger Funiok: Auch dort werden oft Hetztiraden formuliert, Menschen angegriffen und ausgegrenzt (Foto: Danilo Palomba/Fotolia)
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Herr Funiok, in Emden wurde ein elfjähriges Mädchen in einem Parkhaus sexuell missbraucht und getötet. Nur wenige Stunden nachdem die Polizei einen 17-jährigen Tatverdächtigen festgenommen hatte, kursierten auf Facebook Name und Adresse des Jugendlichen. Im Internet tobte ein aufgebrachter Mob, der forderte, das »Monster« zu »erschießen«. Befeuern die sozialen Medien die Bereitschaft, andere vorschnell an den Pranger zu stellen?

Rüdiger Funiok: Die neuen Medien des Web 2.0, mit deren Hilfe jeder auf eigene Faust Botschaften, Fotos und Videos ins Netz stellen kann, sind ein sozialer Raum, wo extreme Meinungen viel stärker hörbar und sichtbar werden als im sonstigen s

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