Vom Schläger zum guten Hirten
von
Annette Lübbers
vom 28.06.2013
Heute spricht der frühere Skinhead Johannes Kneifel regelmäßig mit Jugendlichen im Gefängnis über seine Erfahrungen: »Ich will ihnen vermitteln, dass sie keine hoffnungslosen Fälle sind«, sagt er. (Foto: Wulff)
Eigentlich hat sich Johannes Kneifel immer nur geschämt. Für die billigen Klamotten, die er als Junge tragen musste. Für seinen arbeitslosen, sehbehinderten Vater. Für seine Mutter, die an Multipler Sklerose erkrankte, noch bevor er zur Schule ging. Für den Rollstuhl, ihre Abhängigkeit. Viele Jahre später schämt er sich immer noch, nun aber für sich selbst.
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