Zur mobilen Webseite zurückkehren

Im Fluss des Lebens

Etwas endet, etwas Neues beginnt: Geschichten von Übergängen und über das, was sie kennzeichnet und reizvoll macht
von Birgit-Sara Fabianek vom 29.12.2012
Artikel vorlesen lassen
Laotse sagt: "Ein guter Reisender hat keine festen Pläne und ist nicht entschlossen, anzukommen." (Foto: Ruud Morijn/Fotolia)
Laotse sagt: "Ein guter Reisender hat keine festen Pläne und ist nicht entschlossen, anzukommen." (Foto: Ruud Morijn/Fotolia)

In der längsten Nacht des Jahres, zur Wintersonnenwende, beginnen die Raunächte. Eine sagenumwobene und geheimnisvolle Zeit, die über Weihnachten und Silvester bis zum Dreikönigstag reicht. Und eine raue: Der Name geht zurück auf die wilden und zotteligen Gestalten, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben. »Ruh« bedeutet im Althochdeutschen ungezähmt, grob und haarig. Bei den Kelten und Germanen waren die Raunächte eine spirituelle Auszeit, in der Altes und Neues, Dunkel und Licht, Feiern und Innehalten zusammenflossen. In Österreich und der Schweiz gibt es bis heute den Brauch des Perchtenlaufs. Die Percht ist eine Windgöttin, sie kommt und geht, wie sie will. Den Sturm reitet sie, der an Dachpfannen rüttelt und morsche Türen bewegt. Sie achtet darauf, dass alles in einer Ordnung ist, die sie bestimmt, und ihre Ordnung ist das Chaos. Erst nach den Raunächten war einst der Übergang ins neue Jahr vollendet.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0