Der vergessene Weg zu Gott
von
Anselm Grün
vom 29.03.2014
Frau mit Blume: Im Schauen der Schönheit kommen Menschen in Kontakt mit der grenzenlosen Liebe auf dem Grund ihrer Seele (Foto: Marie Bertrand/Corbis)
In meinen Kursen mache ich manchmal eine Übung: Zwei Menschen stellen sich einander gegenüber. Der eine macht die Augen zu. Der andere schaut ihn an mit den Augen des Glaubens, die nicht bewerten, nicht vereinnahmen, nicht beurteilen – sondern im anderen das Schöne sehen. Die beiden, die sich da wechselseitig unter dem Aspekt der Schönheit anschauen, kommen sich dadurch innerlich nahe. Sie fühlen eine tiefe, existenzielle Verbindung. Wenn wir auf das Schöne im anderen schauen, werden wir zu Brüdern und Schwestern.
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Anselm Grün, geboren 1945, ist Mönch der Benediktinerabtei Münsterschwarzach, Autor zahlreicher spiritueller Bücher und Kursleiter für Meditation und Kontemplation. Soeben erschien im Vier-Türme-Verlag sein neues Buch »Schönheit. Eine neue Spiritualität der Lebensfreude«.

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