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Der heimtückische Tröster

Alkoholikerinnen galten lange als verwahrlost, arm und ungebildet. Doch tatsächlich sind es eher die gut ausgebildeten berufstätigen Frauen, die ihren Stress zunehmend mit Alkohol kompensieren. Über eine verschwiegene Sucht, ihre Ursachen und Therapiechancen
von Gunhild Seyfert vom 15.02.2014
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Frauen, die trinken, gehören häufig zur gebildeten Mittel- und Oberschicht: Sie verstecken ihre Sucht fast immer geschickt. Aber das heimliche Trinken ist anstrengend. (Foto: adrian825/thinkstock.de)
Frauen, die trinken, gehören häufig zur gebildeten Mittel- und Oberschicht: Sie verstecken ihre Sucht fast immer geschickt. Aber das heimliche Trinken ist anstrengend. (Foto: adrian825/thinkstock.de)

Es ist Feierabend, und Marina Küpers sitzt in ihrem tipptopp gepflegten Wohnzimmer, auf dem Couchtisch neben ihr ein Glas. Wie ein Wasserglas sieht es aus. Aber Marina Küpers, die anders heißt und anonym bleiben will, trinkt nicht Wasser, sondern Korn. Jeden Abend, jeden Morgen und auch tagsüber greift sie zum Alkohol. Nach außen hält sie alles in peinlicher Ordnung. Brav macht sie die Bügelwäsche glatt, während der Fernseher läuft. Schließlich ist alles erledigt, Herrenhemden, dezente Blusen fürs Büro und weiße Tischwäsche. Und wieder einmal hat sie es geschafft, hinter einer Fassade von Wohlanständigkeit ihre Alkoholfahne, das Zittern bei Entzug und ihr Elend als Trinkerin zu verheimlichen.

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Schlagwörter: Frauen Sucht
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