Im Land jenseits der Worte
Wo ich meine Frau finden kann
Mitten im Leben beginnt das Sterben. Es ist okay, davon nichts wissen zu wollen. Das Leben hat Vorrang. Aber sich dessen bewusst zu sein, was einem selbst das Leben bedeutet, um es nicht zu vertändeln: Dabei hilft die gelegentliche Auseinandersetzung mit Sterben und Tod. Es ist eine Entscheidung, den Gedanken an den Tod zu denken. Antike Philosophen wie Pythagoras und Seneca sahen darin die beste Vorbereitung, um mit der Tatsache umgehen zu können, dass das Leben eine zeitliche Grenze hat. Als ich selbst an der Neubegründung einer philosophischen Lebenskunst für unsere Zeit zu arbeiten begann, war klar, dass der Umgang mit Sterben und Tod ein Teil der Lebenskunst sein sollte.
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Wilhelm Schmid lebt als freier Philosoph in Berlin. Bis zur Altersgrenze lehrte er Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt. Zeitweilig war er tätig als Gastdozent in Riga/Lettland und Tiflis/Georgien sowie als philosophischer Seelsorger an einem Krankenhaus in der Nähe von Zürich/Schweiz. Großen Erfolg hatten u. a. seine Bücher: »Den Tod überleben« (2024), »Selbstfreundschaft« (2018) und »Gelassenheit« (2014), alle im Insel Verlag.

