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Im Land jenseits der Worte
Wo ich meine Frau finden kann

Dann brach aus heiterem Himmel die schreckliche Diagnose über uns herein, meine Frau hatte Speiseröhrenkrebs in einem späten Stadium. Es fuhr mir tief in die Knochen, und ich war mir sicher, dass ich das unmöglich überleben konnte. Zugleich war klar, dass ich es unbedingt würde überleben müssen, schon um unserer Kinder willen. Was konnte helfen?
von Wilhelm Schmid vom 20.08.2026
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(Foto: Benjamin Pritzkuleit)
(Foto: Benjamin Pritzkuleit)

Mitten im Leben beginnt das Sterben. Es ist okay, davon nichts wissen zu wollen. Das Leben hat Vorrang. Aber sich dessen bewusst zu sein, was einem selbst das Leben bedeutet, um es nicht zu vertändeln: Dabei hilft die gelegentliche Auseinandersetzung mit Sterben und Tod. Es ist eine Entscheidung, den Gedanken an den Tod zu denken. Antike Philosophen wie Pythagoras und Seneca sahen darin die beste Vorbereitung, um mit der Tatsache umgehen zu können, dass das Leben eine zeitliche Grenze hat. Als ich selbst an der Neubegründung einer philosophischen Lebenskunst für unsere Zeit zu arbeiten begann, war klar, dass der Umgang mit Sterben und Tod ein Teil der Lebenskunst sein sollte.

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