Geld gegen Gewalt
Im Kampf gegen religiösen Fanatismus gibt es gute Neuigkeiten: Auf Vorschlag der Sozialdemokraten vereinbarte die Regierungskoalition ein »Nationales Präventionsprogramm gegen islamistischen Extremismus«. Dafür sind im Bundeshaushalt 2018 zusätzliche hundert Millionen Euro vorgesehen. Eine übergreifende nationale Strategie gegen gewaltbereiten Extremismus war längst überfällig (Publik-Forum 2/2017). Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, sagte: »Mit den hundert Millionen Euro wollen wir junge Menschen immunisieren gegen die Verführungen von Salafismus und Extremismus.« Es sei gut, durch vorbeugende Programme dafür zu sorgen, dass Menschen gar nicht erst zu Terroristen werden – und Geld in solche Projekte zu investieren. Das Violence Prevention Network, das im Bereich Prävention und Deradikalisierung tätig ist, reagierte auf die Ankündigung zurückhaltend: Sinnvoll sei der Beschluss nur, wenn das Geld direkt in die Prävention an Schulen, in Vereinen, Jugendzentren und in Moscheen fließe.
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