Spuren der Gewalt
Der Künstler Marcelo Brodsky, der sich in seinem Werk mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit auseinandersetzt, hat Aufnahmen zum Völkermord an den Nama und Herero in Namibia recherchiert, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Deutschen Reich im damaligen Südwestafrika begangen wurde. Das obige Bild, von Brodsky nachträglich koloriert, stammt aus dem privaten Fotoalbum eines Soldaten und wurde als Weihnachtsgruß verschickt. Auf dem Bild sind auch Kinder zu Füßen der Feiernden zu sehen. Viele Kinder wurden damals aus ihren Familien gerissen, damit sie den deutschen Kolonialherren dienten. Marcelo Brodsky, der auch als Menschenrechtler aktiv ist, möchte den Genozid und die Art und Weise, wie er erinnert und aufgearbeitet wird, mithilfe künstlerischer Mittel stärker in die gesellschaftliche Debatte bringen. Sein Bildband »Traces of Violence« ist über die Website der Artco Galerie erhältlich.
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