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Säkularer Glaube
Wenn Pfarrersleute gottlos glauben

Pfarrerinnen und Pfarrer, die sich vom traditionellen Kirchenglauben lösen, sagen das meist nicht offen. Manche tun es aber doch: Sind sie Problemfälle oder die Avantgarde eines säkularen Zeitalters?
von Christoph Fleischmann vom 05.12.2021
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Ehrlich zu sich und anderen: Ella de Groot aus Muri in der Schweiz und Ulrich Kusche aus Göttingen (Fotos: Marco Zanoni / Lunax; Peter Heller)
Ehrlich zu sich und anderen: Ella de Groot aus Muri in der Schweiz und Ulrich Kusche aus Göttingen (Fotos: Marco Zanoni / Lunax; Peter Heller)

Die Sonne geht schnell unter um fünf Uhr nachmittags, als der Gottesdienst beginnt: Kurz hebt der weiße Engel im Glasfenster des Chores noch grüßend seine Hand zwischen Blau, Violett und Rot, bevor das Fenster dunkel wird. Innen aber ist es licht: Die Bänke und die Decke der Kirche sind aus hellem Holz, die Atmosphäre in der Gümliger Kirche ist warm. Zwei Pfarrerinnen verlesen am Ewigkeitssonntag die Verstorbenen des vergangenen Jahres. Beide tragen keinen Talar, eine hat ein rotes Tuch über der Schulter. Der Gottesdienst beginnt mit dem Satz: »Ich vertraue mich dem schöpferischen Grund und Sinn allen Lebens an. Mit seiner wahrhaftigen Haltung im Leben und Lehren ist Jesus aus Nazareth mir ein lebendiges Vorbild. Immer wieder neu davon angesprochen, weiß ich mich verbunden im Größeren.«

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Schlagwörter: evangelisch Glauben Kirchen
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