Klimagipfel in Glasgow
»Wir sind alle Afrika«
Meine Botschaft war und ist simpel: Menschen in Uganda, in Afrika und überall im Globalen Süden verlieren jetzt ihr Zuhause, ihre Ernten, ihren Lebensunterhalt, manche sogar ihr Leben selbst und jede Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft. Die Situation ist ebenso schlimm wie ungerecht. Obwohl Afrika 15 Prozent der Weltbevölkerung beheimatet, ist der Kontinent lediglich für zwei bis drei Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich. Der Treibhausgasausstoß einer durchschnittlichen Afrikanerin beträgt nur einen Bruchteil der Emissionen eines Bewohners der USA, Europas, Chinas, der Vereinigten Arabischen Emirate, Australiens oder vieler anderer Staaten. Trotzdem muss Afrika laut der Afrikanischen Entwicklungsbank beinahe die Hälfte der Kosten der Anpassung an die Konsequenzen des Klimawandels schultern. Sieben der zehn Länder, die am anfälligsten für die gravierendsten Auswirkungen der Klimakrise sind, befinden sich in Afrika: der Südsudan, Nigeria, Äthiopien, Eritrea, Tschad, Sierra Leone und die Zentralafrikanische Republik.
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Vanessa Nakate, geboren 1996, ist Klimaaktivistin aus Uganda. Bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow hat sie für mehr Klimagerechtigkeit protestiert. Die studierte Betriebswirtin wurde beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2020 aus einem Foto geschnitten. Danach kritisierte sie, dass afrikanische Stimmen im Kampf gegen den Klimawandel kein Gehör finden.

