Zur mobilen Webseite zurückkehren

Klimagipfel in Glasgow
»Wir sind alle Afrika«

Vanessa Nakate aus Uganda berichtet in ihrem Buch »Unser Haus steht längst in Flammen« wie sie zur Klimaaktivistin wurde. Sie zeigt die verheerenden Folgen des Klimawandels auf dem afrikanischen Kontinent auf - und rückt die globalen Auswirkungen in den Blick.
von Vanessa Nakate vom 18.11.2021
Artikel vorlesen lassen
Afrikas Stimme muss gehört werden: Dafür trat die Klimaaktivistin Vanessa Nakate auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow ein (Foto: pa/ap/Alberto Pezzali)
Afrikas Stimme muss gehört werden: Dafür trat die Klimaaktivistin Vanessa Nakate auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow ein (Foto: pa/ap/Alberto Pezzali)

Meine Botschaft war und ist simpel: Menschen in Uganda, in Afrika und überall im Globalen Süden verlieren jetzt ihr Zuhause, ihre Ernten, ihren Lebensunterhalt, manche sogar ihr Leben selbst und jede Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft. Die Situation ist ebenso schlimm wie ungerecht. Obwohl Afrika 15 Prozent der Weltbevölkerung beheimatet, ist der Kontinent lediglich für zwei bis drei Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich. Der Treibhausgasausstoß einer durchschnittlichen Afrikanerin beträgt nur einen Bruchteil der Emissionen eines Bewohners der USA, Europas, Chinas, der Vereinigten Arabischen Emirate, Australiens oder vieler anderer Staaten. Trotzdem muss Afrika laut der Afrikanischen Entwicklungsbank beinahe die Hälfte der Kosten der Anpassung an die Konsequenzen des Klimawandels schultern. Sieben der zehn Länder, die am anfälligsten für die gravierendsten Auswirkungen der Klimakrise sind, befinden sich in Afrika: der Südsudan, Nigeria, Äthiopien, Eritrea, Tschad, Sierra Leone und die Zentralafrikanische Republik.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Schlagwörter: Afrika Klimakrise
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0