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Der verpönte Schatten

Je bedrohter das Selbstwertgefühl, desto größer die Angst vor den Fremden. Der christliche Glaube aber befreit aus der Enge und fordert ein mitfühlendes Herz
von Alfred Kirchmayr vom 19.11.2010
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Das Fremde wird schon vom Säugling mit gemischten Gefühlen erfahren, nämlich mit Angst, aber auch mit Neugier und Faszination. Überwiegt die Angst, wird das Fremde gemieden, entwertet und abgelehnt. Überwiegt die Neugier, wird es bestaunt und erkundet. Man kann mit dem Fremden in kreativen Kontakt treten und Berührungsängste überwinden. Das führt zur Ausweitung des Erlebens und Verhaltens. Doch je schwächer oder bedrohter das Selbstwertgefühl und die eigene Identität sind, desto stärker ist die Angst vor dem Fremden.

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